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a.sitzwohl / 24.02.2026

Genussgut Krispel – ein Kulinarikbesuch

Ein Glas Wein und Gutes vom Schwein

Das steirische Vulkanland ist weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus für seine kulinarische Vielfalt bekannt. Die sanften Hügel sind zudem wie geschaffen für den Weinbau. Hier im Herzen dieses Landstrichs, schon ganz im Südosten der Steiermark, streifen zwischen den Reben Wollschweine umher. Lassen Sie uns auf Entdeckungsreise gehen und das Genussgut Krispel kennenlernen. 

Genussgut Krispel – ausgefallene Architektur eines besonderen Weinguts
Die ausgefallene Architektur des Weinkellers und der Produktionsräumlichkeiten der Familie Krispel ist den Verwerfungen und Faltungen nachempfunden, die die Plattentektonik im Vulkanland in die Landschaft gemeißelt hat. | Foto: Broboters

Der südöstlichste Zipfel der Steiermark verführt mit seinen sanften Hügeln, den satten Wiesen und ausgedehnten Wäldern. Hier gedeihen Gemüse, Obst und natürlich die feinen steirischen Weine. Von Hof bei Straden aus ist Slowenien bloß noch 20 Minuten entfernt. Und genau hier, im Herzen des steirischen Vulkanlands, bewirtschaftet Familie Krispel mehrere Rieden. Begonnen hat alles mit dem Grundstein, den Vater Toni Krispel gelegt hat. Inzwischen hat schon viele Jahre Sohn Stefan die Verantwortung über den Wein. Dem Ziel des Familienbetriebs, einen perfekten Wein zu kreieren, ist Stefan Krispel inzwischen schon sehr nahe gekommen. 

 

Stefan und Julia Krispel
Während Stefan Krispel der Meister des Weins ist, managt Julia Krispel Genussgut und Veranstaltungen – hier sind die beiden im Innenhof, der mit seinem angenehmen mediterranen Flair überzeugt. | Fotos: Michael Reidinger 

Krispels Weinleidenschaft

Die Riedenweine von Winzer Stefan Krispel sind heute weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt. Dies mag neben seinem Innovationsgeist auch an der Herkunft und seinem Aufwachsen gelegen sein. Gearbeitet wird nicht gegen, sondern mit der Natur und so findet sich der pure, regionale Geschmack in allen Sorten wieder. „Das mineralische Spektrum, welches das Vulkanland zu bieten hat und aus dem die Rebwurzeln ihre Nährstoffe ziehen, ist besonders vielfältig“, erzählt der Winzer.

 

Diese große Vielfalt legt auch nahe, jeder Weinsorte den Boden und die Hangneigung zu bieten, die ihr entsprechen. „Während der Muskateller den Rosenberg braucht, fühlt sich der Grauburgunder am Hochstrandl wohl“, verrät Stefan Krispel die Vorlieben seiner Weine. Auch über Verarbeitung und Lagerung der Weine gibt es einiges zu erzählen, warum nicht gleich im 3.400 Quadratmeter großen Weinkeller und in den einzigartigen Basaltreiferäumen? Denn die Kellertüren öffnen die Krispels gerne, um Wein auch wirklich erlebbar zu machen. 

 

Der Fasskeller des Weinguts Krispel
Ein Blick hinter die Kulissen des Weinmachens | Foto: Michael Reidinger

Basalt – Grundstein für Weingeschmack

Das dunkle Vulkangestein Basalt ist typisch und prägend für das Vulkanland. Naheliegend also, dass auch so mancher Wein der Krispels intensiv damit in Kontakt kommt. 24 Monate lang darf der Basaltwein B1 – eine Cuvée aus Sauvignon Blanc, Grauburgunder und Weißburgunder – in speziellen Basaltsteintrögen reifen und entwickelt dadurch einen einzigartigen Charakter. Weitere 60 Monate hat der Wein dann Zeit, im Holzfass zu einer komplexen, mineralischen und harmonischen Form zu finden. Wie das schmecken kann? Am besten ist, Sie probieren ihn selber aus. Übrigens: Aufgrund der besonderen Vinifizierung gibt es diesen speziellen langlebigen Wein nur alle paar Jahre.

Wein und mehr bei Krispel

Wer an Krispel denkt, denkt neben dem Wein immer auch an Genuss, zum Beispiel den Genuss der feinen Wollschweinspezialitäten. Vater Toni Krispel kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um diese rund 300 Jahre alte Schweinerasse. Am Hof der Krispels genießen die Tiere ein angenehmes Leben, das bis zu dreimal so lange dauert, wie es bei konventionellen Mastschweinen sonst der Fall ist. Geschlachtet werden die Tiere übrigens exklusiv von einem in der Nähe beheimateten Fleischerbetrieb. Biologisch zertifiziert? Selbstverständlich. Diesen hohen Qualitätsanspruch schmeckt man, in Krispels Restaurant „Genusstheater“ kann man sich davon überzeugen. Was einst als Buschenschank begann, ist heute ein Gourmetrestaurant, das die Werte der Südoststeiermark auf den Teller bringt: Saisonale Zutaten werden hier in handwerklicher Perfektion und voll Respekt vor den Gaben der Natur verkocht.

 

Neusetzer-Speck vom Genussgut Krispel
Ein Klassiker am Genussgut Krispel: der Neusetzer. Dieser weiße Rückenspeck vom Wollschwein reift monatelang in Basalttrögen heran. Nicht nur geschmacklich, auch ernährungstechnisch ist er aufgrund seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren interessant. Julia Krispel empfiehlt, ihn hauchdünn aufgeschnitten zu Schwarzbrot zu essen. Er kann auch gebraten werden und macht Rindsrouladen saftig und aromatisch. | Foto: Michael Reidinger

Krispel hautnah erfahren

Wer den Wein kennenlernen oder die großartige Kulinarik genießen will, hat dazu viele Gelegenheiten. Besonders empfehlenswert sind die folgenden Kulinarikevents: 

  • Krispel on Fire: Der Sommer wird richtig heiß, wenn Küchenchef Daniel Weißer wieder seinen Grill anheizt und auf offenem Feuer Spezialitäten vom hauseigenen Bio-Wollschwein zubereitet. Spezialzuschnitte wie Fledermaus oder Karree sind seine Spezialität. Termine: Jeden Mittwoch von Juni bis September 2026.
  • Krispel & Meer: Wer es leichter mag, gerade wenn die Hitze des Tages auch noch die Sommerabende wunderbar wärmt, der wird die Fischabende lieben. Asiaküche trifft Steiermark, wenn Küchenchef Daniel Weißer in der Outdoor-Küche Sashimi, Sushi und Maki kredenzt oder mit Fisch in Basalt-Salzkruste verzaubert – ein besonderes Markenzeichen im Genussgut Krispel, denn das dunkle Vulkangestein Basalt schreibt sich auch in den Charakter der Weine ein. Termine: Jeden Dienstag von Juni bis September 2026.
  • Die Vermessung der Sau: Das Genussgut Krispel ist nicht nur für seine Weine und die mit drei Hauben ausgezeichnete Kulinarik bekannt, sondern auch für seine Wollschweine. Zu Ehren dieses Tieres findet 2026 bereits zum 18. Mal die „Vermessung der Sau“ statt. Beim Krispel können Besucherinnen und Besucher hinter die Kulissen blicken und gemäß der Nose-to-Tail-Philosophie auch dabei mithelfen, das Tier von Kopf bis Schwanz zuzubereiten. Auch das Verkosten kommt nicht zu kurz, wenn Spezialitäten wie geröstete Leber, Grammeln oder auch ein Schnitzerl auf den Tisch kommen. Termine: Zur Vermessung der Sau geladen wird am 7., 14., 21. und 28. November 2026.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Genussguts Krispel

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