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Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln
Der Nutri-Score kennzeichnet das Nährwertprofil eines Lebensmittels und wird auf der Grundlage einer Auswahl von Inhaltsstoffen berechnet. Unterschieden werden dabei folgende Produktkategorien:
- allgemeine Lebensmittel
- Käse
- Fette
- Getränke
Für die Kategorien gelten jeweils unterschiedliche Berechnungsgrundlagen.
Je nach Anteil günstiger oder ungünstiger Bestandteile werden die Buchstaben A bis E auf dunkelgrünem bis rotem Hintergrund vergeben. Zu den ungünstigen Bestandteilen gehören unter anderem Salz, Süßungsmittel und gesättigte Fettsäuren, zu den günstigen Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Proteine und Ballaststoffe.
Update 2026
Mit einem Update des Berechnungsalgorithmus werden seit Anfang des Jahres Salz und Zucker stärker negativ gewichtet. Als gesünder bewertet wird hingegen fetter Fisch, solange keine anderen Nährstoffe zugesetzt sind. Auch pflanzliche Öle mit einem geringen Gehalt an gesättigten Fettsäuren werden nun besser bewertet. Nüsse und Samen ohne Zusätze werden künftig meist in die Kategorie A oder B eingestuft, gesalzene oder gesüßte Varianten in C oder D. Auch der Ballaststoff- und Eiweißanteil eines Produkts wird nun differenzierter betrachtet. So wird nun besser zwischen Vollkornprodukten unterschieden, die von Natur aus reich an Ballaststoffen sind und verarbeiteten Lebensmitteln mit einem relativ geringen Anteil.
Schwächen in der Berechnung
Der Nutri-Socre gibt eine Gesamtbewertung auf der Grundlage eines Berechnungsalgorithmus an, die zeigen soll, wie sich das Nährstoffprofil eines Lebensmittels im Vergleich anderer Lebensmittel derselben Kategorie verhält. Verglichen werden also Lebensmittel innerhalb einer Kategorie. Konsument:innen werden somit dabei unterstützt, das „ernährungsphysiologisch günstigere Erzeugnis“ innerhalb einer Lebensmittelkategorie zu identifizieren. Über die jeweilige Lebensmittelkategorie hinaus hat der Nutri-Score kaum Bedeutung. Ein Einkauf mit ausschließlich „grün“ bewerteten Produkten bedeutet deshalb nicht, dass man sich wirklich gesund und ausgewogen ernährt.
Oft wird auch kritisiert, dass der Nutri-Score nicht zwischen hochverarbeiteten und natürlichen Lebensmitteln unterscheidet und dass die Kennzeichnung nach wie vor freiwillig ist.
Referenzwert für Zucker
Eine weitere Schwäche ist die Bewertung von Zucker. Im neuen Algorithmus wird dieser zwar stärker negativ gewichtet, doch liegt der Referenzwert mit 90 Gramm immer noch weit über der Verzehrempfehlung der WHO mit maximal 25 bis 50 Gramm pro Tag für einen Erwachsenen.
Positiver Einfluss auf Kaufverhalten
Obwohl noch lange nicht alle Produkte mit der Ampel bewertet und gekennzeichnet werden, kann diese doch das Einkaufsverhalten verändern. Studien zeigen, dass Konsument:innen eher zu besser bewerteten Produkten greifen. Und Lebensmittelhersteller in Frankreich haben ihre Produkte so geändert, dass sie einen besseren Nutri-Score erhalten, verwenden also gesündere Inhaltsstoffe.