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a.sitzwohl / 09.03.2026

Pichler Mühle – Handwerk mit Geschichte

Müllertradition seit 1840

Seit sechs Generationen wird im steirischen Weiz achtsam Korn zu Mehl vermahlen. Nun rüstet sich der Traditionsbetrieb für die Zukunft – ein Einblick ins Müllerhandwerk der Pichler Mühle. 

Pichler Mühle – Handwerk mit Geschichte
Pichler Mühle – Handwerk mit Geschichte | Foto: Pichler Mühle

Sie kennen es bestimmt auch: So eine Vorfreude, die uns durchdringt, sobald sich der unvergleichliche Duft von frisch gebackenem Brot ausbreitet. Oder die kindliche Aufregung, wenn gemeinsam Kekse gebacken werden oder wenn die Oma ihren berühmten Apfelstrudel zubereitet. Die Basis dafür ist eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel: Mehl.

Ein Betrieb, der seit Generationen mit Sorgfalt und Achtsamkeit diese bedeutsamen Lebensmittel herstellt, ist die Pichler Mühle in der steirischen Bezirkshauptstadt Weiz. Hochqualitatives Getreide ausschließlich aus Österreich wird direkt in der Stadt von einem kleinen Team zu bestem Mehl vermahlen. Auch in Bäcker- und Konditorenkreisen ist die Mühle aufgrund der guten Klebereigenschaften ihres Mehls hoch angesehen. Aus dieser langen Tradition erwächst die Verantwortung, das Handwerk behutsam in die Zukunft mitzunehmen und dabei nicht auf die lange Geschichte zu vergessen.

 

Das Team der Pichler Mühle in Weiz
Das Team der Pichler Mühle in Weiz – gemeinsam wird die Mühle strategisch neu ausgerichtet. Die lange Geschichte und Tradition des Familienbetriebs sowie das Müllerhandwerk fließen in den Modernisierungsprozess stets mit ein. | Foto: Pichler Mühle

Pichler Mühle – zwischen Tradition und Innovation

Das Müllerhandwerk kann wohl als eine der ältesten Kulturtechniken des Menschen angesehen werden. Vor tausenden Jahren wurden bereits Körner vermahlen, Mühlen an Flüssen sind seit der Römerzeit dokumentiert.

Größte Bedeutung für unsere Ernährung haben Mühlen nach wie vor – heute sind es Orte, wo traditionelles Handwerk und modernste Technik ineinanderfließen. So auch in der Pichler Mühle: Künftig wird ein junger Obermüller sowohl fachliche Expertise und Handwerkswissen als auch frische Ideen einbringen. Im Jahr 2026 sind zudem Investitionen im sechsstelligen Bereich geplant, die die Modernisierung der Mühle komplettieren. Denn die 2020er hatten es bisher in sich: neue Laborgeräte, hauseigene Photovoltaikanlage, neue Verpackungsanlage, moderner Markenauftritt samt neuer Website und frischem, klarem Produkt­ design sowie erweiterte Vertriebswege sind die eindrucksvolle Bilanz der letzten Jahre.

 

Die Pichler Mühle hat ein hauseigenes Labor
In der Pichler Mühle ist die Verwendung von hochwertigem Getreide aus Österreich selbstverständlich. Zudem wird das gewonnene Korn im hauseigenen Labor regelmäßig überprüft. Im Jahr 2025 wurde dafür in neue Laborgeräte investiert. | Foto: Pichler Mühle

Blick in die Geschichte

Was hoch hinauswachsen möchte, braucht ein stabiles Fundament. Hier in Weiz wurde das Fundament früh gelegt. Seit 1840 ist die Mühle im Besitz der Familie Pichler, inzwischen in sechster Generation.

Prägend war der Mühlenbetrieb für die umliegende Region auch aus anderer Sicht. Als Ende des 19. Jahrhunderts ein Brand ausbrach – eine damals für die Beleuchtung ja nötige Petroleumlampe war Auslöser –, ersann der Sohn des damaligen Leiters eine alternative Lösung. Sein Wissen aus dem Maschinenbaustudium in der Hand, entwickelte er einen Generator und konnte so die Mühle elektrifizieren. Es folgte die Entwicklung der Pichler Werke, wo­ raus später der bedeutende Elektrotechnikkonzern ELIN wurde.

Mit großer Umsicht und durch Familienhand wurde die Mühle auch im 20. Jahrhundert geführt und als verlässlicher Partner für Bäckerbetriebe und Konditoreien etabliert. Ab den 1970er-Jahren richtete sich der Betrieb auch stärker an Gastronomie und Endverbraucher, den damals gegründeten Abholmarkt gibt es nach wie vor in der Kapfensteiner Gasse zwischen Andritz Hydro und Siemens, unweit des Weizer Kunsthauses.

Der Weg vom Korn zum Mehl

Nachhaltigkeit ist für die Pichler Mühle kein Schlagwort, sondern zeigt sich im Fokus auf eigene Energieproduktion oder den Bezug heimischen Getreides. Schließlich stammt das hier vermahlene Getreide ausschließlich aus Österreich. Verarbeitet wird hier nur, was höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Wurde das Korn früher mit Säcken gefördert, in Steinmahlwerken vermahlen und mit Erfahrungswissen kontrolliert, so läuft die Produktion heute computergestützt in geschlossenen, hygienischen Fördersystemen. Mehrere Mahldurchgänge erfährt das Korn, bevor es automatisiert verpackt in den Handel kommt. Handwerkswissen wird durch laufende Laborkontrollen unterstützt, um die hohe Qualität – quasi den Goldstandard – auch belegen zu können.

 

Der Weg vom Korn zum Mehl in der Pichler Mühle
Vom Feld bis zum fertigen Mehl: Nur die besten Körner werden verarbeitet, das garantiert die erste Qualitätskontrolle beim Ankauf. In mehreren Durchgängen wird das grob zerkleinerte Getreide gemahlen – auch hier bei laufenden Kontrollen. Nach dem Verpacken ist das Mehl bereit für seinen Weg zu den Kundinnen und Kunden. | Foto: Pichler Mühle

Pichler Gold in der Küche

Die Pichler Mühle produziert Qualität, die schmeckt, und das quer durchs gesamte Sortiment: Ob Nudelteigtaschen, feine Strudel oder Kaiserschmarren, auf die Weizenmehle der Pichler Mühle ist Verlass. Auch den Weizenverwandten Dinkel, den Hildegard von Bingen so lobte, sowie gesunden Roggen verarbeitet man in Weiz zu Mehl.

Damit auch unsere Kinder sich ans Keksebacken erinnern und damit uns stets Vorfreude durchdringt, wenn sich der unvergleichliche Duft von frischem Brot ausbreitet. 

 

Weitere Informationen zur Mühle, der Produktion und den einzelnen Produkten finden Sie auf der Website der Pichler Mühle

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